Illegale Mülldeponie Oehna

Am 26. März hat auch die MAZ zu diesem Thema unter dem Titel „Sitzinitiative gegen Müllhalde“ berichetet: http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Muellhalde-in-Oehna-Buerger-ueben-weiter-Druck-aus

Unsere Spitzenkanidatin Jacqueline Helbing beschreibt ebenfalls die Situation vor Ort:

Am 12. März 2019 wurde im Bauausschuss der Gemeinde Niedergörsdorf von Stefan Rösler über eine illegale Mülldeponie in Oehna berichtet. Über diese unsägliche, illegale Mülldeponie in der Nähe des Bahnhofs Oehna wollten wir als die Grünen in Niedergörsdorf zusammen mit Einwohnern ein eigenes Bild vor Ort machen.

Reifenberge und Sondermüll wurden hier illegal entsorgt

Seit 2015 ist viel passiert. Mittlerweile kann man den Boden in den Hallen nicht mehr sehen. Mineralölfaserplatten, Leuchtstoffröhren in Massen, Unmengen von Reifen, ausgeschlachtete Kabel und Baumischabfälle fristen ein beschauliches Dasein. Jemand hat ein Schild aufgestellt „Platz 1 für kreative Müllentsorgung“. 

Die „grünen Stühle“ als Symbol des Bürgerprotestes und Mahnung zur sofortigen Beseitigung der illegalen Deponie

Claudia Neumann, die Bauamtsleiterin von Niedergörsdorf, sagte im Bauausschuss, dass „schon“ neues Bildmaterial an den Kreis geschickt wurde und man selber unglücklich sei mit der Situation. Die Frage ist, ob „mit Bildern, die man an den Kreis weiterleitet und dem Unglücklichsein an der Situation“ wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden?

An dieser Stelle sei mir erlaubt, Erich Kästner zu zitieren: „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“

Die Einwohner von Oehna sind jedenfalls richtig sauer, fühlen sich alleingelassen mit dem Müllproblem. Sie haben Angst, dass der Müll irgendwann einfach abgefackelt wird, statt fachgerecht entsorgt zu werden. Sie warten weiter auf Lösungen und fühlen sich von der Gemeindeverwaltung nicht ernstgenommen und alleingelassen.

Auch in den Hallen stapeln sich brandgefährliche und hochgiftige Abfälle

Wir erinnern uns kurz, als Bauamtsleiterin Claudia Neumann sich 2018 als Bürgermeisterin zur Wahl stellte, gab sie an, dass ihr Hauptaugenmerk als neue Bürgermeisterin auf der Gewinnung neuer Einwohner liegen würde und dass das natürlich nur mit entsprechenden Angeboten gehe. Eine breite Infrastruktur mit gepflegten Straßen und Ortsbildern gehöre für sie dazu. Sie sagte damals in dem MAZ-Interview auch, dass da noch viel Luft nach oben sei. Da hat sie recht, da ist noch viel Luft nach oben. Da waren sich bei dem Ortstermin Einwohner und Grüne einig.

Jacqueline Helbing